In tiefer Trauer, Liebe und Dankbarkeit
Montag, Oktober 12th, 2009Posted in New Orleans | No Comments »
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Sorry, ist schon ein bisschen her, dass ich das letzte mal hier gemeldet habe. Man ist halt immer hier irgendwie beschäftigt. Uni drückt immer noch – alles aber im machbaren Bereich. Und wenn es stressig ist, dann auch meistens, weil man viel vorarbeiten muss wenn man mal ein Wochenende aufs Land will. Ich hab jetzt gerade etwas Zeit gefunden, da ich auf dem Weg zurück von Alexandria, LA bin, wo wir die Führungsriege eines US-Stromversorgers im Rahmen des Equity –Analysis Kurs interviewt haben. Das war echt super, gab lecker essen und wir konnten 2 Stunden lang im Vorstandskonferenzraum den CEO (Boss), CFO ( Chef der Finanzen), CAO (Chef des Rechnungswesen) und CTO (Schatzmeister) ausquetschen.
Was ist passiert in letzter Zeit? Erst einmal nicht viel! Dies ist die ruhigste Hurrikane-Saison seit Beginn der Wetteraufzeichnung. Was natürlich die meisten hier verständlicherweise mit heller Freude vernehmen. Andere hingegen halten die Ruhe für trügerisch – schließlich sind Hurrikans bis Ende November möglich. Ich hab auf jeden Fall auf einen Hurrikane für Ende September spekuliert und mich deshalb beim Handel Natural Gas-Verträge verhoben. Allerdings bin noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen da der Preis dann doch noch aufgrund anderer Faktoren gestiegen ist. Richtiges Geld stand aber eh nie auf dem Spiel – schließlich war es nur eine Simulation in meiner Energy Trading Klasse.
Letztes Wochenende kam dann endlich Magdalena aus Bosten zu Besuch. Am Freitag haben wir eine Mississippi-Dampfer Tour mit Abendessen und Jazz-Musik gemacht. Danach sind wir natürlich zum Feiern auf die Burbon Street im French Quarter gegangen – was wie immer höchst unterhaltsam war. Ich bezweifle das noch woanders einen Ort gibt auf dem man 24 Stunden den Tag/ 7 Tage die Woche so feiern kann. Hier sei zu erwähnen, dass blonde Schwedinnen anscheinend eine unglaubliche Anziehungskraft auf Amerikaner haben – nicht ganz unverständlich, kann einem aber trotzdem ziemlich auf den Kecks gehen. Am Samstag haben wir dann mal bei Tageslicht das French Quarter und den Garden District erkundet bevor wir Abends wieder auf die Piste sind. Am Sonntag sind wir dann alle zusammen in die Sümpfe gefahren und haben uns vom Boot aus ein paar Alligatoren angeschaut. Dafür muss man auch nicht für weit fahren da New Orleans inmitten von großen Sümpfen liegt. Als nächstes Stand dann die Oak Alley Plantage auf dem Programm, die wohl bekannteste Plantage der Südstaaten. Abends – zurück in New Orleans - haben wir uns dann den angeblich besten Burger der Stadt einverliebt. Der war eigentlich gar nicht schlecht, wenn mal davon absieht, dass es ewig dauerte bis er kam, serviert wurde, von unten angekokelt war und, dass ich danach mit einer Lebensmittelvergiftung zu kämpfen hatte. Letzteres hat mir dann meinen letzten Tag mit Magdalena versaut. Trotzdem waren wir wieder auf Erkundungstour, aber nach einem ganzen Tag mit sehr flauen Magen, Affenhitze und Luftfeuchtigkeit wie im Regenwald war mir dann am Abend ganz anders geworden.
Ansonsten kann ich eigentlich nicht viel erzählen, gestern war ich auf einem super Konzert von Pheonix aus Paris und nächstes Wochenende fangen die Midterms an (ja richtig gelesen, am Wochenende!). Ich glaub ich fang denn jetzt mal an zu lernen! Eins noch: Ja, ich habe natürlich gewählt!!!
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