Liebe Familie, liebe Freunde. In wenigen Tagen werde ich mich auf die Reise machen um weiteres spannendes Auslandsemster zu erleben. Deshalb habe ich jetzt meinen Blog renanmiert, wo ich von meinen Erlebnissen im tiefen Süden der USA berichten werde. Ob ich das im gleichem Umfang wie aus Toronto gewohnt ist machen kann, wird sich zeigen. Die Toronto-Beiträge sind auch noch im Archiv auf dieser Website zu finden.
Hier noch einige praktische Informationen:
Ich werde am Donnerstag, 31. Juli um 8 Uhr morgen von Copenhagen (Air Berlin 8217) via Düsseldorf nach Los Angeles (Air Berlin 3530) fliegen. In Düsseldorf werde ich zwischen ca. 10-13 Uhr unter meiner O2-Nummer 0176 6300 6518 zu erreichen sein. Darunter werde ich auch in den USA solange zu erreichen sein, bis sich eine Alternative gefunden hat. Nach einem hoffentlich erlebnisreichen Wochenende in Los Angeles bei meinem Freund Seth, werde ich dann am Montag, 3. August nach Phoenix Arizona mit dem Greyhoundbus fahren. Dort werde ich dann eine Woche bei Olaf verbringen, bevor ich am Montag den 10. August via Dalles/ Ft. Worth nach New Orleans fliegen werde (American Airlines 872). Nach einer Nacht im Hotel werde ich mich um dann am 11. August zusammen mit einem dänischen Freund (Torben Søstrup) auf die Suche nach einer Unterkunft machen.
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Juli 27th, 2009
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Zack, das war es dann auch vorerst schon wieder von Toronto. Vorerst? Ich gehe einfach mal ganz Fest davon aus, dass ich hier Zukunft schon noch ein paar Mal aufschlagen werde. Dafür ist die Stadt einfach zu aufregend um ihr für immer den Rücken zu kehren. Ganz zu schweigen von en vielen netten Menschen die ich hier kennen gelernt habe und sicherlich ganz schön vermissen werde.
Zum Abschied hat Kanadadann noch mal zeigen wollen, wie ein richtiger Blizzard aussieht. 24 Stunden Schneesturm non-stop mit sogar vereinzelnden Gewittern. Flughafen dicht, Straßen dicht, 600 Unfälle alleine in Toronto und Schneepflüge im Dauereinsatz. Trich hat den Wagen von ihrer Oma zerlegt und Matt einen Mietwagen von Alamo. Die waren im Norden unterwegs und mussten dann bei -20°C stundenlang auf Ersatz warten. Jaja, sehr spannend alles! Allerdings konnte ich deswegen auch nicht zum Alexisonfire Konzert, wenn es dann überhaupt stattgefunden hat.





Abends waren wir dann fast alle noch mal gemeinsam für ein paar letzte Drinks unterwegs. Das waren dann aber in Endeffekt doch ein paar mehr, so dass ich die Heimreise noch mit einem dicken Kopf antreten musste. Leider gestalte sich diese auch mal wieder für nicht so ganz hindernisfrei. Da aufgrund des Blizzards am Sonntag fast keine Flüge raus gegangen sind, war am Montag am Flughafen natürlich die Hölle los. In die USA formal einreisen macht man schon gleich in Toronto, so dass ich dort stundelang anstehen musste um meine Fingerabdrücke loszuwerden. Davon nicht genug – Continental Airlines hat auch noch einen Antrag gestellt bei mir eine „Special Physical Check“ durchzuführen. Ich weiß zwar nicht wie ich zu dieser Ehre gekommen bin, aber so wurde vom Sicherheitspersonal aus der Schlange gefischt und wurde separat von oben bis unten aufs intensivste gefilzt – und das sogar zwei mal. So kam ich dann 15 Minuten vor Abflug auch endlich bei meinem Flieger an. Dieser wiederum war sau eng (So ein Regionaljet) und ist dann erstmal 2 Stunden lang (!!!) auf dem Rollfeld umhergekurvt, weil er keine Starterlaubnis bekommen hat - was mir dann letztendlich die Hasskappe aufgesetzt hat. In New York hatte ich dann genau 10 Minuten Zeit um meinen Anschlussflug zu bekommen. Man hatte mir gesagt, dass die Maschine noch auf mich ein bisschen warten könne, ich aber schnell rennen solle. Völlig verschnauft war ich dann auch so um und bei der letzte der in der Maschine. Zu meinem Großem Erstaunen waren meine Koffer genauso schnell…



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Dezember 19th, 2007
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Wer kennt schon Brand New? Ich meine in Deutschland kennt die ja praktisch kein Mensch aber in USA/Kanada scheinen die sich eine gewisse Fanbase erarbeitet zu haben. Immerhin haben die in einer widerwärtig großen Halle gespielt, welche mal locker 12.000-15.000 Menschen beherbergen könnte. Ganz füllen konnten sie dieses Monstrum nun auch nicht, aber 5.000-6.000 Leute waren sicherlich zugegen.
Die Vorband Mewithoutyou haben Simon und ich uns einfach mal geschenkt, so dass wir pünktlich zu Thrice ankamen, welche dann auch gleich mal mit dem Titeltrack der „The Artist In the Ambulance“ losgelegt haben. Danach gab es mit Firebreather auch schon den ersten Track von der neuen EP, von der auch noch Burn The Fleet, The Messenger, Digital Sea und Open Water gespielt worden ist. Ich muss hierzu sagen, dass mir – anders als auf Platte- die Water-Songs nicht so gefallen haben. Die Fire-Songs hatten aber dafür richtig was unter Haube. Von der AITA wurde noch Silhouette und Stare at the Sun gespielt und von der Illussion Of Saftey gab es Kill Me Quickly und Deadbolt zu hören. Am besten hat aber noch die Vheissu abgeschnitten, von der For Miles, Red Sky, The Earth will shake und Of Dust and Nations gespielt worden. Besonderes letzterer hat mich richtig umgehauen; den Song wollte ich auch schon immer mal Live hören. Zusammenfassend kann man sagen, dass sie eine gewohnt beeindruckende Show abgeliefert haben.
Bei Brand New bin ich dann zum Anfang leider fast eingepennt. Vielleicht hätten sie ihr Set nicht mit Limosine und Welcome to Bangkok eröffnen sollen und dann auch noch diese Songs ewig in die Länge zu ziehen müssen. Und warum man bei letztgenanntem Song zwei Drummer braucht, bleibt mir bis heute ein Rätsel. Die Setlist beschränkte sich bis auf Sic Tranist Gloria, Good to know that … und Okay I Belive you but my Tommy Gun Not sowie einem alten Song eher auch das neue Album. Das fand ich auch eigentlich mal gar nicht so übel, da mir diese Platte echt gut gefällt. So wurde eigentlich diese komplett gespielt mit Ausnahmen von Untitled und Handcuffs. Im Großen und Ganzem konnten sie meiner Meinung nach jetzt nicht großartig die Wurst vom Teller ziehen. Auf Platte deutlich besser als Live! Muss ich nicht unbedingt noch mal sehen.


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Dezember 19th, 2007
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Keine Angst, ich bin noch auf dem Boden geblieben! Hier geht es eher um den wertvollsten Basketballspieler der Welt (”NBA Most Valuable Player Award Season 06/07″) aus Würzburg. Richtig! Dirk Nowitzki und seine Entourage von den Dallas Mavericks waren in Town um die Toronto Raports im Air Canada Center zu schlachten. Allerdings ging das nach hinten los und so konnten die Raptors mit 92:76 das Spiel für sich entscheiden ( im Hinspiel hatte Dirk noch einen 24 Punkte Rückstand locker aufgeholt). Da die NBA-Season noch jung ist, wollen die Texaner angeblich ihren Superstar eh noch ein bisschen schonen. Wäre ja schade wenn er sich jetzt verletzt und damit die ca. 17 Millionen USD Gehalt für diese Saison für die Katz wären. Außerdem scheint er bei den Torontonians eh nicht gerade ein Stein im Brett zu haben, da er als einziger von den Mavs kräftig ausgebuht worden ist. Tja, Neid ist halt die höchste Form der Anerkennung…
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Am Montag waren wir dann endlich auch mal bei Much On Demand (MOD). Zwar hatte ich dort auch schon mit Marie mal James Blunt gesehen, aber das war eher zufällig. Am Sonntag hatte ich per Internet mich beworben (ist umsonst) und zack am Montag nach der Uni war euch gleich ne Nachricht auf dem Anrufbeantworter, dass wir da aufkreuzen sollen.
Much On Demand ist eine tägliche Liveshow und sozusagen das kanadische Äquivalent zu TRL von MTV. Zwar gibt es hier auch MTV, aber das guckt hier halt kein Schwein. Wie auch immer, als Simon, Christian, Tobi und ich dann dort ankamen, sahen wir so ziemlich alt aus. Die Zahnspangenfraktion der örtlichen High School hatte nämlich heute augenscheinlich auch einen Klassenausflug zu MuchMusic gemacht. Zwischendurch wurde Tobi dann von der Regie zu den Zehntklässlern dirigiert, anscheinend war er dort besser aufgehoben, hehe.
Die Show selber war eigentlich nicht besonders aufregend, halt immer schön Krach machen. Die VJs Leah (MTV Punk`D, Dallas Green Anhängsel) und Matte waren locker drauf – so lange sie On Air waren. Während der Werbung oder eines Videos haben sich die beiden aber echt gut gegenseitig angeschissen – 10 Sekunden später live auf Sendung waren die aber wieder die besten Freunde. So ist anscheinend das VJ-Business, hart aber sehr professionell. Matte war aber eigentlich dennoch ganz cool, denn wenn er sich nicht gerade mit der Drama Queen Leah rumzicken musste, hat er uns mit seinen Frauengeschichten aus Deutschland unterhalten, die sich bei einem Dreh von Much Music zu irgendeinem Snowboardevent zugetragen haben sollen.




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Dezember 13th, 2007
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Momentan sind hier eigentlich alle ziemlich im Klausuren- und Hausarbeitenstress. Auch ich bin davon betroffen und hab deshalb momentan ein verhältnismäßig unaufregendes Leben. Es ist kalt hier – gestern hat sich unsere Jogginggruppe bei -10°C durch den Schnee gekämpft – was dann auch königlich entlohnt worden ist. In der Nike Runners Lounge gab es endlich das langersehnte Jogging-Shirt von Nike. Dieses bekommt man wenn man eine bestimmte Anzahl von Besuchen dort per Scancard nachweisen kann. Die Nike Runners Lounge ist eigentlich nichts anderes als ein Treffpunkt für Läufer, welche hier umsonst mit Getorade und Müsliriegeln und sonntags sogar mit Frühstück verköstigt werden. Es ist kalt hier – so muss ich mir noch jeden Abend extra ein Shirt und Socken anziehen um über Nacht nicht den Gefriertod zu erleiden. Nun ganz so schlimm ist es nicht, aber kuschelig warm ist wirklich was anderes. Da dieser Eintrag sonst etwas kurz geraten würde, möchte ich mal meinen Senf zu einigen Geschehnissen aus den deutschen Medien dazu geben.
Held des Tages I: Kanada! Ja was musst ich da, lesen Kanada hat bei den heiß diskutierten Bildungsstudien PISA und IGLU die vordersten Plätze belegt. Der Spiegel redet gar von einem Schulwunder.
Ich frag mich nur warum ich mir dann Fragen anhören muss wie „Habt ihr in Deutschland eigentlich auch das Oktoberfest?“, „Deutschland liegt doch neben Schottland, oder?“, „Kopenhagen – was ist das?“. Und warum gucken mich meine Kommilitonen meines Post-Graduate-Kurses (also Studenten welche schön über einen betriebswirtschaftlichen einen Collegeabschluss besitzen) nach dem ich eine lineare Regression berechnet habe so an, als hätte ich gerade ein Kanninchen aus dem Hut gezaubert? Ich möchte hierbei aber nicht ausschließen, dass meine Erfahrungen durch selektive Wahrnehmung verzerrt sind, welche auf Vorurteilen gegenüber dem nordamerikanischen Bildungssystem fußt.

Foto: Reuters
Held des Tages II: Ja da lacht er, der Herr Zumwinkel – und dazu hat er ja auch allen Grund. Immerhin hat er ja auch gerade seine Aktienoption für knappe 5 Millionen Euro verkauft. Der Umstand, dass Herr Zumwinkel als beteiligter Architekt des neuen Mindestlohnes nicht nur sein Unternehmen gegen Billiglöhne gesichert hat, sondern auch persönlich mit den gestiegenen Aktienkursen sich eine goldene Nase verdient hat, stößt in der Öffentlichkeit auf breite Kritik.
Die ganze Aktion zeugt natürlich nicht gerade von viel Fingerspitzengefühl. Auf jeden Fall war der Zeitpunkt sicherlich nicht gerade optimal gewählt – es macht sich gar der Verdacht des Missbrauches breit.
Aber wann gibt es schon einen richtigen Zeitpunkt? Würden die Aktien bei einem Kursverfall verkauft werden, würde es zum Vorwurf kommen, man verlasse das sinkende Schiff. Darüber hinaus gibt es ja eh nur kleine Zeitfenster indem solche Geschäfte durchgeführt werden können. So ist nun mal das System, welches ich nicht für gut heißen möchte – Aktienoptionen im Kompensationsmix eines Managers halte ich für sehr fragwürdig. Vielleicht sollte man hier eher Methoden einführen, welche mehr den langfristigen und nachhaltigen Unternehmenserfolg entlohnen.
Wie auch immer, der neue Mindestlohn hat der Deutschen Post AG sehr genützt, unabhängig davon ob was dafür für Herrn Zumwinkel herausgesprungen ist. Und dass die Bild-Zeitung jetzt gerade so viel Stunk macht verwundert ja gar nicht, immerhin gehört Axel Springer zu den großen Verlierern des neuen Mindestlohnes.

Foto: Spiegel.de
Held des Tages III: Tom Kaulitz, welcher vor kurzem endlich die Volljährigkeit erlangt hat, ist jetzt stolzer Besitzer eines nigelnagelneuen , 25 Liter auf 100 Meter fressenden Escalades. Ich will da jetzt gar nicht drüber ablästern – hätte ich 90.000 Euro auf der hohen Kante, würde ich mir gleich auch einen kaufen. Neid!
Held des Tages IV: Meine Homepage! Wer den nicht ganz unbeliebten Suchbegriff „1 Night in Paris“ bei Google.com eingibt findet meinen Blog schon auf Seite 4!! Yeah!
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Dezember 6th, 2007
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Noch 2 Wochen Uni und dann gehen die Prüfungen los. Man könnte gar behaupten, dass hier mal verhältnismäßig richtig Gas gegeben wird. Immerhin ist es Samstagabend und ich acker mir einen mit unserem Strategic Compensation Projekt ab. Richtig Gas gibt auch hier gerade das Wetter. Heute waren es tagüber schon mollige -10°C und momentan zieht auch noch ein ziemlich heftiger Schneesturm über die Stadt. Am meisten tuen mir die Harvey-Hookers (Prostituierte) leid, welche sich leicht bekleidet durch den Schnee kämpfen müssen. Jemand sollte denen echt mal eine heiße Tasse Tee vorbeibringen.
Ansonsten sind wir letztens mal wieder in was krummes reingeraten - und das ganz ohne Einschleichtricks. Jeden Mittwoch trifft sich die lustige Niell Wycik Jogging-Gruppe zum fröhlichen Ausdauerlauf. Diesmal sind wir aber nicht wie gewohnt zur Nike Runners Lounge gelaufen (wo es immer umsonst Getorade und Sonntags sogar Frühstück gibt), sondern über den Campus der University of Toronto (UT). Schöne Uni - so in etwa würde ich mit Oxford oder Cambridge vorstellen. Aber darum geht es hier ja nun nicht! Vielmehr darum, dass der Campus am Royal Ontario Musem (ROM) aufhört, welches an der Bloor St. liegt, eine der Hauptverkehrsadern von Toronto Downtown. Allerdings mussten wir als wir am ROM ankamen feststellen, dass hier absolut tote Hose war. Kein Auto, kein Mensch - bis auf Polizeistraßensperren am Ende des Blocks. Naja, da haben wir uns nichts weiter gedacht und sind halt weiter gejoggt. Wie sich später herrausstellte, hat da jemand eine Rohrbombe gebastelt und vorm ROM abgestellt, also genau da wo wir rauskamen. Allerdings hat das Bomb Squad dann doch recht fix herrausgefunden, dass der Bastler den Sprengstoff vergessen hatte. Kann ja jedem mal passieren - die Polizei hat ja immerhin auch vergessen die Zugang über die UT abzusperren. So, das war auch schon das spektakulärste der Woche. Bei dem Thema fällt mir noch ein, dass wir herrausgefunden haben, dass 10 km vom Centennial College das größte Atomkraftwerk der Welt steht. Tja, wieder was dazugelernt.


So, ich mach mich jetzt mal wieder ans lernen und behalte den Schneesturm im Auge. Ist irgendwie aufregend - Immerhin bin ich als Flensburger ja die letzten Jahre nicht gerade schneetechnisch verwöhnt worden.
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Dezember 2nd, 2007
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Erstmal möchte ich mich entschuldigen, dass dieses Update so lange auf sich warten lassen hat. Die letzten Tage waren doch sehr ereignisreich und anstrengend, so dass es mir nicht möglich war einen Eintrag zu schrieben. Nunja, vor gefühlter einer Woche saß noch im Flieger hierher und in ungefähr einem Monat muss ich Toronto, meine Perle, auch schon wieder verlassen. Klar freu ich mich riesig auf Family & Friends, aber irgendwie will ich hier natürlich auch nicht weg. Dafür ist es ist die Stadt einfach zu aufregend!So aber was ist passiert? Am letzten Donnerstag hat der Dave sein Ropeboard nach Toronto Downtown mitgebracht. Ich denke mal der Umstand, dass diese Sportart der Legende nach von einem Kumpel von Dave erfunden worden ist und außerhalb der Grenzen Ontarios noch weitesgehend unbekannt ist, lässt mich schlussfolgern, dass hier noch erklärungsbedarf besteht. Ein Ropeboard ist eigentlich nur ein Seil, das an der einen Seite ein Skateboarddeck und einen Griff hat. Dieses Seil wird dann an einem Baum befestigt und schon kann der Spass losgehen. Durch das zeihen am Griff man halt an zu schwingen, wobei danach das Ziel ist einfach nur coole Tricks zu machen. Das hört sich alles ganz leicht an, ist es aber keineswegs wie ich feststellen musste. Lediglich die Fertigung eines solchen Ropeboards ist einfach und preiswert! Wer mehr wissen will sollte entweder diesen YouTube-Link klicken oder einfach zu http://www.ropeboard.com surfen. Sogar die Polizei hatte ihren Spass beim zuschauen…




Am letzten Freitag waren auf einem Lightsaber Battle Royal Event. Wer kennt das nicht? Tausende Menschen knüppeln mit unter Schwarzlicht leutenden Papp-Laserschwertern aufeinander ein. Das hat auf jeden Fall Laune gemacht, die halbe Star Wars Crew war am Start, R2-D2 eingeschlossen.




Die Aftershowparty war dann im kürzlich eröffnenten Circa Club, welcher sich mal ganz klar oben auf dem Siegertreppchen der coolsten Clubs in denen Thorben je war eingeordnen darf. Sehr abegfahrende House-Mukke, skurille Einrichtung (ein Dancefloor war z.B. eine Römische Dampfsauna mit Zahnarztstühlen) äußert unterhaltsame Showeinlagen rechtfertigen meine Entscheidung. Damit sieht die Top 3 dann ungefähr so aus:
- Circa - Toronto, ON
- Vega - Copenhagen
- Chez Dagobert - Québec City, QC
Samstag haben Tobi und ich dann kurz dem Claudio ausgeholfen indem wir eine kleine Rolle in seinem Film übernommen haben. Das war auch gar nicht so schwer - ich musste nur blöd in der Natur rumstehen und mich ermorden lassen. Sobald der Streifen fertig ist, wird er natürlich hier zu finden seinAm Sonntag fand dann die Santa Parade statt, welches mit einer halben Million Besucher und 1700 Teilnehmern die größte ihrer Art in ganz Nordamerika ist. Allerdings war die ganze angelegenheit sehr komerzialisiert - so wurde darüber debattiert, ob nun der Wal-Mart, der McDonalds oder der Coca Cola (damit hätten wir Axis Of Evil komplett) Umzugswagen am besten war. Ich bin kein Fan solcher Veranstaltungen und war froh als der ganze Kram vorbei war - vor allem weil es mega kalt war an diesem Tag.Nach einer stressigen Uni-Woche und einem Schneesturm hatten wir uns anlässlig einer Tanzveranstaltung von Marlene alle im Brunswick House eingefunden. Das interessante an der Geschichte war ist aber eigentlich, dass wir uns mal wieder irgendwo reinschleichen konnten. Diesmal hat es den VIP-Bereich der Bruderschaft “Beta Epsilon Phi” (oder so ähnlich) der University Of Toronto erwischt. Da gabs dann günstige Getränkepreise sowie umsonst Chicken-Wings und Pommes.Gestern kamen Clemont und ich auf die unglaublich dumme Idee uns tackeln zu müssen. Der kleine Franzose verfügte dann doch über mehr Rugby-Skills als ich gedacht hatte - eh ich mich versah hatte mein Kopf ein schmerzhafte Begegnung mit dem Türrahmen. Zum Glück haben wir hier aber im Wohnheim die Marcella, welche zuhause in Holland Medizin studiert und in 3 Monaten Dr. Marcella heisst. Die war natürlich ganz heiss auf mein Wunde und durfte sie bearbeiten - Gottseidank musste sie dann nach ihrer Einschätzung nach auch nicht genäht werden. Das hat mir dann doch mal wieder 400 Eier sowie ne neue Frisur erspart. So das war es dann auch schon wieder!




Zu guter letzt sei noch zu erwähnen, dass die Paris jetzt auch nicht mehr in Town ist. Paris wäre aber nicht Paris, wenn sie die Stadt nicht verlassen hätte ohne nocheinmal Schlagzeilen zu machen. Zum Einen hat sie für die Party im Guvernment einfach mal die Birthdayparty ihrer Schwester geschwänzte - was diese gar nicht so toll fand. Zum anderen hat sie aber auch ordentlich Radau in einem Sexshop hier um die Ecke gemacht. Gimme more!
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November 26th, 2007
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Bonjour mon amis! Am Wochenende stand endlich Frenchy Kanada auf dem Plan. Genauer gesagt Ottawa, Montrèal und Quèbec City. Aber bevor ich darüber ausführlich berichte möchte doch noch gerne kundtun, dass wir den ersten Schneefall hatten – und das 2 Wochen nachdem wir das letzte mal an die 30 °C hatten. Hehe, wer braucht schon Herbst?
So nun aber zurück zum Trip. Ottawa, Hauptstadt Kanadas, war schon mal gar nicht übel! Mega kalt, aber echt schön! Besonders der Regierungsteil mit den ganzen Parlamentsgebäuden unter denen übrigens die größten Goldreserven der Welt liegen. Das interessante an der Stadt ist, dass man nur einmal über den Ottawa River gehen muss und man ist in Quebec. D.h. alle Schilder sind auf französisch und Alkohol gibt’s ab 18. Was macht also ein 18 jähriger Teenager in Ottawa wenn er party machen will? – Richtig, nur einmal über die Brücke gehen.


Als nächstes Stand Montréal auf dem Plan. Die zweitgrößte Stadt Kanadas wusste auch durchaus zu begeistern. Und wer weiß wofür Montrèal berühmt ist, weiß auch was Tobi und Thorben am Samstag Abend so getrieben haben. Darüber hinaus haben wir uns auch kulinarisch weitergebildet und ein berühmtes Montrèal Smoked Ham Sandwich verspeist – und uns damit einen Schritt näher zur Bypass-Operation gebracht. 2 Scheiben Toast belegt 20 Scheiben Schinken und das ganze mit Käse überbacken. Ich leide jetzt noch …




Québec City, die älteste Stadt Nordamerikas, war dann eigentlich nur noch Frankreich wie man es kennt. Während ich der monolingualen Servicekraft bei Subway erklären zu versucht habe was ich für ein Sub haben doch gerne haben möchte, hat sein Kollege sich auf einen Sack Salat ausgeruht. In Quebec war es übrigens eine lange Zeit lang verboten die Englische Sprache für Geschäftsschilder und Werbung zu verwenden. So kommt es auch das KFC dort drüben PFK (Poulet Frit Kentucky) heißt. Die sind fast schlimmer als die Dänen. Ansonsten ist QC aber ne echt schöne Stadt, man fühlt sich echt wie in Frankreich. Hier wurde auch der Teil von „Catch Me I You Can“ gedreht welcher in Frankreich spielen soll. Gleich nebenan ist der höchste Wasserfall Kanadas und Wale kann man sich auch unweit anschauen wenn man will. Toller Trip, hat sich echt gelohnt!





hier das ganze nochmal als Map:
googlemaps
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November 13th, 2007
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Endlich ist es vorbei! Aus irgendeinem Grund ging mir Halloween doch gut auf den Keks - immer dieser Streß den sich die Leute für ein Kostüm machen, welches nach einer Woche eh wieder in Rente geschickt wird. Die größte Halloweenparade Torontos, wenn nicht sogar ganz Kanadas, war hingegen äußerst unterhaltsam. Hatte ich übrigens schon erwähnt, dass ich in Gay Village wohne?







Den Samstag haben wir dann im Wald verbracht um auch mal etwas vom ausklingendem Indian Summer zu erleben- Wald?? Ja klar, den gibt es hier auch und zwar nur 15 Minuten zu Fuß von Downtown. War nen echt toller und langer Spaziergang durch das bunte Don Valley und den Mt. Pleasant Cemetary. Gerne wieder!




Ansonsten durfte ich letzte Woche das Nordamerikanische Sozialsystem hautnah erleben. Da mich seit einer Woche Kopfschmerzen mit teilweisem Lähmungsgefühl im Gesicht heimgesucht haben, dachte ich es wäre mal eine gute Idee einen Arzt aufzusuchen. Immerhin ist damit ja nicht zu spaßen. Leichter gesagt als getan! YellowPages konnte mir nur sagen wo ich möglichst schnell die nächste Botox-Spritze bekomme. Letztendlich habe ich eine Arztkette in der Shopping Mall gefunden. Für 60 Eier hat mir einmal in den Mund und die Ohren geschaut und draufhin zu wissen gegeben das man unwissend sei. Na danke, erst auf Nachdruck hab ich einen Überweisung zum Neurologen bekommen, dessen Sitztung dann vielleicht mal in 7-8 Wochen stattfinde dürfte.
Nennt mich einen Hypchonder, aber Gehirnblutungen und Tumore haben ähnliche Sympthome. Da hat mir meine Mom und die Medizinstudentin hier im Wohnheim recht gegeben und geraten mal ins Krankenhaus zu gehen. Der Emergency Room des St. Michaels Hospital, in dem ich satte 6 Stunden verbracht habe war aber äußerst interessant und hätte sicherlich genügend Stoff geliefert für ne ganze Grey`s Anatomy-Folge. Ausrastende Patienten, welche vom Sicherheitsdienst herrausgeschmissen wurden, ein streng bewachter Sträfling im typischen organgenem Anzug sowie Fuß- wie Handketten, welcher offenbar eine Meinungsverschiedenheit mit seinem Zellennachbar nicht für sich entscheiden konnte - das sind nur einige Beispiele. Nachdem mich Dr. Sheppard dann endlich mal untersucht hat war er auch der Meinung einen CT-Scan zu machen - was mich übrigens nicht gerade beruhigt hat. Erfreulicherweise hat man nichts finden können, so dass man mir ein paar Medikamente aufgeschrieben hat und mir gesagt hat, dass das sicher schon irgendwann weggehen würde. Der ganze Spass war natürlich auch nicht für lau - ein bis zwei iPhones hätte ich mir davon sicher leisten können. (Ich hab eine Krankenversicherung - allerdings muss ich in diesem Fall alles vorschießen).
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November 6th, 2007
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Das nenn ich mal die Qual der Wahl! Jimmy Eat World und Dashboard Confessional haben sich für ihr Gastspiel in Kanadas heimlicher Hauptstadt den selben Tag ausgewählt. So ein Rotz – etliche Pro & Contra Listen sowie Expertenbefragungen konnte auch keine Lösung herbeiführen. Letztendlich hat mir iTunes aber ausgewertet, dass die neue JEW-Platte deutlich öfters gelaufen ist als die von Chris Carrabba und Co. Doch das war noch nicht das Ende der Geschichte, beide Konzerte entpuppten sich als Sold-Out Shows. So blieb mir also nichts anderes üblich als mich warm anzuziehen, ein „Need Ticket!“ Poster zu basteln und einfach mein Glück zu versuchen. Der Schwarzmarktpreis lag bei satten 100 $ und das bei immer noch stolzen 40 $ im Einkauf. Eine Gewinnmarge von 125 % konnte in meinen Augen auch keinesfalls durch das hohe Absatzriskio erklärt werden, welches dieses Business mit sich trägt. Nach 1 ½ Stunden in der eisigen Kälte hab ich doch noch eine Karte für immerhin 60$ erstehen können.
Als Opener hatte sich die Hochzeitskapelle von Tom Delonge dann auch gleich mit „Big Casino“ den Opener des neuen Albums Chase This Light ausgesucht. Kurze Entspannung gab es dann von bei „For Me This Is Heaven“ bevor mit „Work“ dann die erste Rakete gezündet worden ist. Das Set zog sich durch das ganze Portfolio: Von der neuen Platte wurden noch „Always Be“, „Carry You“ und das geniale „Let it Happen“ gespielt, während es von der Clarity „Crush“ und „Blister“ gab. Jetzt weiß ich auch endlich aus warum sich Jimmy in diesem Lied so komisch anhört – er singt nämlich gar nicht sondern sein Gitarrist ist hier das tonangebene Organ. Von der Static Prevails gab es „Robot Factory“ und von der Stay On My Side Tonight EP „Disintegration“ zu hören. Die Futures war neben „Work“ auch noch mit „Kill“, „Polaris“, „23“ und „Pain“ auch ganz gut vertreten. Am besten weggekommen ist aber eindeutig die Bleed American mit „For Me This Is Heaven“, „Your House“, “Hear You Me” „A Praise Chourse“, „Bleed American“, „Sweetness“ und natürlich „The Middle“. Sehr schön! Ich war echt schon lange nicht mehr auf einem Konzert wo man mehr als 1 ½ Stunden spielen wollte. Ein anderes Highlight war sicherlich noch die ausgefeilte und nicht gerade Epileptiker-freundliche Lichtshow welche Jimmy Eat World mitgenommen haben. Mir hat’s doch sehr gefallen, fraglich bleibt allerdings ob dafür wirklich 60 $ oder 44 Euro nötig waren.


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November 2nd, 2007
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